Aynur Vahabova
Abteilungsleiterin Markteintritt, Messen und Kommunikation
aynur.vahabova@ahk-baku.deDeutsch-Aserbaidschanische Wirtschaftskonferenz beleuchtet Kooperationsmöglichkeiten in der Lebensmittelverarbeitung und Verpackung
Die Modernisierung der aserbaidschanischen Lebensmittelindustrie durch deutsche Technologien und eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit stand im Mittelpunkt der Deutsch-Aserbaidschanischen Wirtschaftskonferenz für Lebensmittelverarbeitungs- und Verpackungsmaschinen, die am 27. Oktober 2026 von der AHK Aserbaidschan organisiert wurde. Die Veranstaltung brachte aserbaidschanische Hersteller und acht deutsche Technologieanbieter zusammen, um Lösungen für eine effizientere und wettbewerbsfähigere Produktion zu erörtern.
Nargis Wieck, Geschäftsführerin der AHK Aserbaidschan, hob den Beitrag der heimischen Lebensmittelverarbeitung zur wirtschaftlichen Diversifizierung und zur Steigerung der Wertschöpfung hervor. Sie betonte, dass deutsches Know-how eine langfristige Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen hinweg bietet und Herstellern hilft, ihre Produktivität und Produktqualität zu verbessern. Bei Investitionsentscheidungen sollten neben dem Anschaffungspreis auch die gesamten Betriebskosten berücksichtigt werden.
Theresa Lünemann, stellvertretende Leiterin der deutschen Auslandsvertretung in Aserbaidschan, unterstrich, wie wichtig es sei, die gestärkten bilateralen Beziehungen in konkrete wirtschaftliche Zusammenarbeit umzusetzen. Sie verwies auf das Potenzial der Lebensmittelverarbeitungs- und Verpackungsbranche und äußerte die Hoffnung, dass der Aserbaidschanisch-Deutsche Wirtschaftsrat bald zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen werde.
Mikayil Aliyev, Leiter der Investitionsabteilung des Azerbaijan Business Development Fund (ABDF), erläuterte die Unterstützung des Fonds für Projekte, bei denen deutsche Anlagen zum Einsatz kommen, unter anderem in der Malzverarbeitung, der Herstellung von Erfrischungsgetränken und der Produktion von Verpackungsfolien. Er zeigte auf, wie die Finanzierungsinstrumente des Fonds die industrielle Entwicklung fördern, ausländische Investitionen anziehen und eine wettbewerbsfähige lokale Produktion stärken.
Zu den teilnehmenden deutschen Unternehmen gehörten Bühler GmbH, Elea Technology GmbH, HAVER & BOECKER OHG, KRONEN GmbH, Langguth GmbH, Peter Binder GmbH, Plattenhardt + Wirth GmbH und SOMIC Verpackungsmaschinen GmbH & Co. KG. Ihre Präsentationen deckten ein breites Technologiespektrum ab – von der Lebensmittelverarbeitung über automatisierte Verpackung bis hin zu spezialisierten Lagerlösungen.
Individuelle B2B-Gespräche konkretisierten die Diskussionen und boten führenden Unternehmen der aserbaidschanischen Lebensmittelindustrie die Möglichkeit, ihre Produktionsanforderungen direkt mit deutschen Anbietern zu besprechen. Im Mittelpunkt standen mögliche Technologiepartnerschaften und neue Geschäftsmöglichkeiten zur Modernisierung der lokalen Produktion.
Die Konferenz fand im Rahmen der Geschäftsreise vom 26. bis 29. Oktober 2026 statt, die von COMMIT Project Partners GmbH in Zusammenarbeit mit der AHK Aserbaidschan und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft durchgeführt wurde. Die Initiative wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen seines Markterschließungsprogramms umgesetzt und unterstützt deutsche kleine und mittlere Unternehmen beim Aufbau von Geschäftspartnerschaften in Aserbaidschan.
Abteilungsleiterin Markteintritt, Messen und Kommunikation
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